Pressemitteilung vom 03.11.2026
Cottbus/Berlin. Erneut gute Nachrichten für den Strukturwandel und unsere gesamte Region: Die Bundesnetzagentur hat heute die ersten Zuschläge im Rahmen des Stromversorgungssicherheitsgesetzes (StromVKG) für die Errichtung oder Umrüstung von Kraftwerksstandorten zu modernen Gaskraftwerken bekannt gegeben. Die heimische Bundestagsabgeordnete Maja Wallstein (SPD), begrüßt die Entscheidung ausdrücklich. Das Cottbuser Energieunternehmen LEAG konnte sich in der Ausschreibung entscheidende Zuschläge für Standorte in Brandenburg und Sachsen sichern.
Insgesamt entfallen auf die Projekte im Land Brandenburg rund 1.819 Megawatt (rMW) mit vier Zuschlägen (darunter am Standort Jänschwalde) und auf den Freistaat Sachsen rund 910 Megawatt (rMW) mit zwei Zuschlägen (am Standort Boxberg).

Dazu erklärt die Lausitzer Bundestagsabgeordnete Maja Wallstein:
„Die heutigen Zuschläge der Bundesnetzagentur sind ein großartiger Erfolg für die Lausitz, unsere Beschäftigten und die Versorgungssicherheit in ganz Deutschland. Ich habe mit meinen Lausitzer Kolleginnen und Kollegen im parlamentarischen Gesetzgebungsverfahren zum StromVKG hart dafür gekämpft, dass die Rahmenbedingungen so ausgestaltet werden, dass bestehende Energieregionen echte Zukunftschancen erhalten. Dass dieser intensive Einsatz nun Früchte trägt und die LEAG in Brandenburg und Sachsen so stark abschneidet, bestärkt unseren Weg.
Die gezielte Umrüstung unserer traditionellen Kraftwerksstandorte ist industriepolitisch der einzig richtige Schritt: Wir nutzen die bestehende, erstklassige Infrastruktur. allen voran die leistungsfähigen Netzanschlüsse, direkt weiter. Dadurch sichern wir nicht nur eine hocheffiziente und flexible Stromversorgung ab, sondern erhalten wertvolle industrielle Wertschöpfung und hochqualifizierte Arbeitsplätze direkt in unserer Heimat. Die Lausitz beweist einmal mehr: Wir bleiben das verlässliche Herz der deutschen Energielandschaft. Die heutige Entscheidung ist ein wichtiges Signal für Jänschwalde und die gesamte Lausitz als Zukunfts- und Energieregion.“
Ein zentraler Bestandteil des erfolgreichen Abschneidens der LEAG ist das Konzept des gezielten „FuelSwitch“: Anstatt völlig neue Kraftwerkskomplexe neu zu bauen, setzt die LEAG auf die Transformation und Anpassung bestehender Kraftwerksstandorte.
Durch die Umrüstung der traditionellen Kohlekraftwerksinfrastruktur können bereits vorhandene und hochleistungsfähige Netzanschlüsse, Kühlwasser- und Logistiksysteme sowie die technische Anbindung weiter genutzt werden. Dies spart nicht nur wertvolle Zeit bei Genehmigung und Bau, sondern schont Ressourcen und sichert eine nachhaltige Weiterverwendung etablierter Industriestandorte.
Hintergrund: Die Bundesnetzagentur führte die Ausschreibung auf Grundlage des StromVKG durch, um steuerbare Kraftwerkskapazitäten zur Absicherung der Energiewende bereitzustellen. Die neuen flexiblen Gaskraftwerke sollen künftig die Erzeugung aus erneuerbaren Energien ergänzen und sind so konzipiert, dass sie schrittweise auf den Betrieb mit Wasserstoff umgestellt werden können.
Transparenzhinweis: Maja Wallstein ist als heimische Bundestagsabgeordnete auch gewählte Arbeitnehmendenvertreterin im LEAG-Aufsichtsrat.